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Sternsinger 2006, Artikel in der RHEINPFALZ
 

 

Mit Mütze, Krone und Umhang Gottes Botschaft verkündet

NEUHOFEN: Sternsinger ziehen mehrere Stunden von Haus zu Haus - Spenden für Straßenkinder in Peru

Von unserem Mitarbeiter Gereon Hoffmann

In der Bibel kommen sie nicht vor, aber im Volksglauben sind es Caspar, Melchior und Balthasar, die einem Stern folgten, um das Kind in der Krippe zu Bethlehem zu sehen. In Neuhofen ziehen wie in anderen Gemeinden in der Woche vor dem Dreikönigstag Kinder von Haus zu Haus, um den Haussegen zu bringen und für Kinder in Entwicklungsländern zu sammeln.

Früher war es ein katholischer Brauch, heute sind protestantische Kinder ebenfalls mit von der Partie. 40 Jugendliche zwischen fünf und 15 Jahren treffen sich in der Neuhofener Kirche St. Nikolaus, um sich auf ihre Mission vorzubereiten. Bunte Umhänge deuten die Roben der Könige an, alle tragen goldene oder silberne aus Pappe gebastelte Kronen mit Sternen. Der Stern, dem sie folgen, steckt auf einer Stange. Was man beim Singen an der Haustür nicht sieht: Auf der Rückseite des Sterns haben die meisten den Segensspruch und das Sternsingerlied aufgeklebt - sicher ist sicher. Pfarrer Albrecht Effler begrüßt die Kinder und ihre 15 Betreuer, die sie beim Gang von Haus zu Haus begleiten. In Neuhofen klingeln die Sternsinger an jeder Tür, in anderen Gemeinden muss man sie dagegen eigens bestellen.

 „Ihr habt eine besondere Aufgabe, nämlich Gottes Botschaft in die Welt zu tragen", sagt der Pfarrer den kleinen Königen. Er erklärt ihnen, dass das Geld, dass sie an den Haustüren sammeln werden, für arme Kinder in Peru bestimmt ist. In Cajamarcu betreut Pater Alois Eichenlaub ein Projekt für Straßenkinder, die wieder ein Dach über dem Kopf bekommen sollen. Ein paar Ermahnungen hat der Pfarrer ebenfalls parat: „Ihr sollt als Könige auch wie Könige auftreten, nämlich freundlich und mit gutem Benehmen, so dass die Leute euch gern singen hören." Dann proben alle noch einmal den Segensspruch und das Lied. Der Pfarrer segnet die Sterne, die Kronen und die Kreide, mit denen die Kinder die Türpfosten beschriften.

Der Stern erinnere an das Licht, das die frohe Botschaft in die Welt bringe, die Krone an das Königreich Gottes, und die Kreideschrift ist eine ständige Erinnerung an den Segen Gottes, der auf dem Haus ruhen solle. Nun erklärt der Pfarrer, was viele nicht wissen: Die Schrift „C + M + B" bedeutet nämlich „Christus Mansionem Benedicat", zu deutsch „Christus segne dieses Haus". Sie hat nichts mit den angeblichen Namen der Könige zu tun.

Draußen vor der Kirche machen die einzelnen Gruppen noch Erinnerungsfotos, dann ziehen sie gegen 14 Uhr los. Bei Temperaturen um die null Grad ist es wichtig, gut angezogen zu sein. Und so klemmen die meisten Kronen auf einer warmen Mütze. Jede Gruppe hat einen älteren Betreuer an ihrer Seite. Und die haben einen Straßenplan, wo die Wege ihrer Gruppe eingezeichnet sind. „Wir laufen heute bis etwa halb fünf und morgen von zehn bis zwölf und dann wieder ab eins bis abends", erklärt Kathrin Schiller, die seit vielen Jahren als Betreuerin dabei ist.

Die erste Straße ihrer Gruppe liegt ein Stück von der Kirche weg, hinter dem Rathaus. Gleich an der ersten Haustür wird geöffnet, die Kinder sagen ihren Spruch, singen ihr Lied, und Kathrin Schiller malt den Segensspruch an die Tür. Meist sieht man dort noch die Reste des Spruchs vom Vorjahr. „Ich finde, das ist ein schöner Brauch", sagt die Frau, die hier wohnt, und gibt nicht nur eine Spende, sondern auch was Süßes. Das kommt in den Rucksack und wird später geteilt. Auch an der nächsten Türe sind die Könige willkommen. Das Paar, das öffnet, weiß Bescheid über das Hilfsprojekt und spendet gerne. Auch hier gibt es wieder etwas zu naschen. „Hier wohnen aber nette Leute", freut sich eine „kleine Königin".

Das Ergebnis der Sternsinger-Aktion in Neuhofen wird erst heute Abend feststehen. Zum Abschluss gibt"s einen Gottesdienst und ein gemeinsames Essen.

SEIBELO / SEIBELO
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ
Regionalausgabe: Ludwigshafener Rundschau
Datum: Nr.5
Datum: Freitag, den 06. Januar 2006
Seite: Nr.15
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