Krippenfeier "DIE WEIHNACHTSGESCHICHTE"

 

 

Adventsmusik zur Einstimmung

 

Im Altarraum oder an der gewohnten Stelle im Kircheraum steht der Stall.

In ihm sind bereits Och und Esel.

Am Adventskranz brennen die vier Kerzen.

                                                                                         

 LIED:  "Wir sagen euch an den lieben Advent" oder ein anderes 
          adventliches Lied

 

 

Begrüßung und Eröffnung:

 

Wir begrüßen euch herzlich zu unserer Kinderkrippenfeier.

Schön dass ihr da seid!

 

Das Wort Evangelium bedeutet - FROHE BOTSCHAFT oder GUTE NACHRICHT.

Das Weihnachtsevangelium will uns die gute Nachricht von der Geburt Jesu erzählen.

Jesus kommt zu uns in unsere Welt.

 

Und mit ihm die Frohe Botschaft, dass Gott, der die Welt geschaffen hat, uns Menschen liebt und uns nicht alleine lässt.

 

Sein Heiliger Geist weht in unsere Gemeinde und in unserem Leben.

 

So wollen wir in Gottes Namen diesen Gottesdienst beginnen:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

 

 

Gebet:

 

Guter Gott,

Die Geschichte von der Heiligen Nacht gibt uns Menschen Mut.

Jesus, unser Bruder und Freund ist geboren.

Er macht unser Leben hell und froh.

Er schenkt uns seine Frohe Botschaft.

Er ist auch heute in unserer Mitte.

Dafür danken wir dir. Amen.

 

 

LIED: Jesu frohe Botschaft

 

  

DIE WEIHNACHTSGESCHICHTE

 

(Wurde in der Adventszeit den Kindern die Geschichte "König Adventus und die verlorene Weihnachtsgeschichte" erzählt, kann an dieser Stelle darauf hingewiesen werden:

 

In einer Rahmengeschichte zum Weihnachtsevangelium hat der König Adventus nach und nach wichtige Personen und Ereignisse entdeckt. Heute an Weihnachten wird er den letzten Teil der Weihnachtsgeschichte finden. Lassen wir die Figuren erzählen, die er bisher gefunden hat:)

 

Das folgende Spiel kann als Lesespiel mit Krippenfiguren oder biblischen Erzählfiguren vorgetragen  werden.

Die Figuren werden bei entsprechen Texten  jeweils von Kindern hochgehalten. Je nach Situation und Alter der Kinder können die Texte noch gekürzt werden. Eine Eröffnung dieses Spiels könnte so aussehen:

 

Schon viele Jahre stehen die Krippenfiguren in unserer Kirche.

Heute wollen sie auch einmal zu Wort kommen und erzählen uns,

was damals vor 2000 Jahren geschehen ist.

 

(Man kann diese Texte auch als Krippenspiel einsetzen. Sind größere Kindern dabei, können sie die Texte frei vortragen und spielen. Kinder im Kindergartenalter könnten die Szenen pantomimisch darstellen, während Erwachsene die Texte lesen. Einige Ideen zum Krippenspiel finden Sie jeweils in Klammer vor den Texten kursiv gedruckt.)

 

(Maria und Josef werden nach Vorne gebracht - oder Kinder, die sich als Maria und Josef verkleidet haben kommen in den Altarraum.)

 

 

Josef:  Ich bin Josef. Schon viele Jahre arbeite ich als Zimmermann
          in Nazareth.H
eute bin ich mit Maria, meiner Verlobten,
          unterwegs nach Betlehem.
Der Kaiser Augustus möchte, dass 
          wir uns hier in Steuerlisten eintragen,
damit er weiß, wie viel
          Geld er von uns bekommen kann.

 

Maria:  Ich bin Maria. Für mich ist alles neu hier. Noch nie war ich
          hier  in dieser Gegend.
Mit Josef bin ich unterwegs. Er ist
          mein Verlobter. Er sorgt sich um mich.
Ich ahne schon, dass
          heute in Betlehem etwas Außergewöhnliches geschehen wird.

 

 

EVANGELIUM: 

 

              Ein Mann namens Lukas hat eine Reihe Geschichten über
              Jesus aufgeschrieben.

              Auch die Geschichte der Geburt Jesu in Betlehem.

              Seine Gute Nachricht wollen wir nun hören.

             

              Frohe Botschaft nach Lukas:

 

In dieser Zeit befahl Kaiser Augustus,

alle Bewohner des römischen Reiches in Listen einzutragen.
Eine solche Volkszählung hatte es noch nie gegeben.
Jeder musste in seine Heimatstadt gehen,

um sich dort eintragen zu lassen.
So reiste Josef von Nazaret in Galiläa nach Bethlehem in Judäa.

Denn er war ein Nachkomme Davids und in Betlehem geboren.
Josef musste sich dort einschreiben lassen,

zusammen mit seiner Verlobten Maria, … .

 

 

LIED:  3. Strophe:  Erzähl mir die Geschichte von der Heil´gen Nacht.

          ...  Da haben sich zwei Menschen auf einen langen Weg
        gemacht
.

 

(Achtung: Für das Spiel musste die Reihenfolge der Strophen geändert werden!)

 

(Krippenspiel: Maria und Josef laufen durch die Kirche und klopfen hier und dort an.

Aber die Leute schütteln nur den Kopf und Maria und Josef müssen weitergehen.

Dieses Spiel kann schweigend, pantomimisch geschehen, mit ein wenig Musik im Hintergrund;

oder die Kinder sprechen einfache Dialoge:

„Habt ihr noch einen Platz für uns?“

„Nein, alles belegt! Geht weiter“!

„Können wir hier übernachten? Nur für eine Nacht?“

„Das geht nicht! Wir haben keinen Platz mehr!“ etc.)

 

Josef:   Ganz Betlehem ist voll von Menschen.

          Alle Herbergen sind überfüllt.

          Kein Platz für mich und Maria.

 

Maria:    Wo werden wir nur übernachten.

            Ich kann nicht mehr weiter.

            Ich muss mich ausruhen.

            Ich glaube ich brauche jetzt ein Dach über dem Kopf.

 

Josef:   Keiner will uns haben. Jeder schickt uns weg.

           Wo sollen wir denn übernachten?

 

 

LIED:  4. Strophe:  Erzähl mir die Geschichte von der Heil´gen Nacht.

          ... Hat keiner seine Türen für diese beiden
        aufgemacht.

EVANGELIUM:  

 

              Auch Lukas kennt diese Schwierigkeiten.

              Er beschreibt die Herbergsuche nur mit einem Satz.

 

              Frohe Botschaft nach Lukas:

 

... denn im Gasthaus hatten sie keinen Platz bekommen.                            

 

(Krippenspiel: Maria und Josef klopfen nochmals an eine Tür.

„Habt ihr noch ein Zimmer frei?“ Eine Frau antwortet:

„Nein, alles belegt! Aber da hinten haben wir noch einen Stall.

Wenn ihr sonst nichts findet könnt ihr gerne dort übernachten!“)


Maria und Josef kommen zum Stall.

 

Maria:    Zum Glück hat uns die Bäuerin den Platz hier im Stall
            gegeben.

            Hier können wir uns ausruhen.

 

Josef:   Keine gemütliche Herberge, aber besser als gar nichts.

 

Lied:  5. Strohe: Erzähl mir ... Da haben uns´re beiden die Nacht in
        einem Stall verbracht.

 

Im Stall stehen Ochs uns Esel

 

Esel:      IIII-aaaaahh

 

Ochse:   Muhhhh.

 

Josef:   Hier riecht es nicht besonders gut!

           Ochse und Esel stehen hier im Stall.

           Was sollen wir machen?     

           Die Tiere hinaustreiben?

             

Maria:    Nein, lass sie hier.

            Die Tiere stören mich nicht.

           Auch sie sind Geschöpfe Gottes.

           Und außerdem, ihr Atem macht warm in dieser kalten Nacht.

             

 

LIED:  1. Strophe:  Erzähl mir ... Ein Ochse und ein Esel, die
        haben dort im Stall gewacht.
 

EVANGELIUM: 

 

          Nicht nur Ochs und Esel bekommen mit, was in dieser Nacht
          geschieht.

          Draußen auf den Feldern wachen noch ein paar Menschen.

 

              Frohe Botschaft nach Lukas:

  

 

In dieser Nacht bewachten draußen auf dem Feld einige Hirten ihre Herden.

 

 

 3 Hirten werden in den Altarraum gestellt (oder betreten den Altarraum uns setzen sich an ein Feuer.)

  

Hirte 1:  Ach, jede Nacht dasselbe: Warten, warten, warten.

 

Hirte 2: Ja, wir warten, dass die Sonne aufgeht.

 Hirte 3: Aber wir warten ja auch, auf den Erlöser, den Messias.

           Einer aus der Familie von König David soll es sein.

           Er wird unser Leben froh und hell machen.

           Hoffentlich kommt er bald.

             

LIED:    2.  Erzähl mir ...  Es haben ein paar Hirten bei Nacht die Schafe gut bewacht.

 

EVANGELIUM: 

 

              Doch ihre Ruhe wurde gestört, denn jetzt geschieht etwas,

              das sie nie vergessen werden.

             

              Frohe Botschaft nach Lukas:

 

In dieser Nacht bewachten draußen auf dem Feld einige Hirten ihre Herden.
Plötzlich trat ein Engel Gottes zu ihnen, und Gottes Licht umstrahlte sie.

 

 (Ein Engel kommt dazu oder ein Lichtträger hält eine große Kerze.)

 

Die Hirten erschraken sehr, aber der Engel sagte:

  

 

(Krippenspiel: Dieser  Satz kann auch vom Engel gesprochen werden.)

 

 "Fürchtet euch nicht! Ich verkünde euch eine Botschaft,

die das ganze Volk mit großer Freude erfüllt …“

 

(Krippenspiel: Viele Engel kommen dazu und singen: „Glo - - -ria, in excelis deo  ...“

Melodie: Engel haben Himmelslieder.)

 

Auf einmal waren sie von unzähligen Engeln umgeben, die Gott lobten:

"Ehre sei Gott im Himmel!

Denn er bringt der Welt Frieden und wendet sich den Menschen in Liebe zu."

 

 

Hirte 1: Habt ihr das auch gesehen und gehört? Oder habe ich
           geträumt?

 

Hirte 2: Kann das wirklich wahr sein?

           Ist der Retter gekommen, auf den wir schon so lange gewartet
           haben?          

           Gibt es endlich einen aus der Familie von König David,

           der unser Leben hell und froh machen kann?

 

Hirte 3: Kommt lasst uns nach Betlehem gehen

           und nachsehen, was dort geschehen ist.

          Wenn schon Engel zu uns Hirten kommen, dann muss etwas dran
          sein
an dieser  frohen Botschaft!
 

EVANGELIUM:  Frohe Botschaft nach Lukas:

 

Nachdem die Engel in den Himmel zurückgekehrt waren,

beschlossen die Hirten: "Kommt, wir gehen nach Betlehem.

Wir wollen sehen, was dort geschehen ist

und was der Herr uns verkünden ließ."
Sie machten sich sofort auf den Weg.

 

 

LIED:  6. Strophe: Erzähl mir

        ... Durch eine Engels-Botschaft sind Hirten plötzlich
        aufgewacht.

        oder ein Gloria-Lied (z.B. „Engel haben Himmelslieder auf den
        Feldern angestimmt.“)

 

EVANGELIUM:        

              Aber was war denn in diesem Stall geschehen?

              Was hat sich in dieser Nacht in Betlehem ereignet?

              Der Evangelist verrät es uns:

 

              Frohe Botschaft nach Lukas:

 

In Bethlehem kam für Maria die Stunde der Geburt.
Sie brachte ihr erstes Kind, einen Sohn, zur Welt.

Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Futterkrippe im Stall.

 

Jesus wird in Krippe oder in die Arme Marias gelegt.

 

 

LIED:  7. Strophe: Erzähl mir ...   

        Da hat die junge Frau ein kleines Kind zur Welt gebracht.

 

EVANGELIUM: 

 

              Und was hatte der Engel den Hirten gesagt?

              Wie lautete seine Frohe Botschaft, die auch für uns heute
              noch Bedeutung hat?

        

                Frohe Botschaft nach Lukas: 
           (Kann auch vom Engel gesprochen werden)
 

„Heute ist für euch in der Stadt, in der schon David geboren wurde,

der lang ersehnte Retter zur Welt gekommen. Es ist Christus, der Herr.
Und daran werdet ihr ihn erkennen:

Das Kind liegt, in Windeln gewickelt, in einer Futterkrippe!
Dieses Kind bringt der Welt Frieden

und wendet sich den Menschen in Liebe zu."

 

LIED: 8. Strophe: Erzähl mir ...  Ein Kind in einer Krippe, das hat uns alle froh gemacht.

 

(An dieser Stelle könnte auf König Adventus und seine letzte Entdeckung „das Kind“ hingewiesen werden.)

  

FÜRBITTEN:

 

(Für jede Fürbitte steht eine Kerze bereit, die auf den Altar oder zur Krippe gestellt wird.

Bei kleineren Gruppen kann für jedes anwesende Kind eine Kerze gerichtet werden, die es als Zeichen seiner persönlichen Fürbitte anzündet.)

 

            Guter Gott, mitten in der dunklen Nacht wurde es hell.

            Die Hirten haben die frohe Botschaft der Engel gehört

            und sich auf den Weg gemacht.

            Auch in unserer Welt gibt es noch viel Dunkles.

            Viele Menschen sind traurig und in Not.

            Lass auch ihr Leben hell und froh werden.

 

LIED: (wird nach jeder Fürbitte gesungen)

Ein Licht, das sich verteilt, das um die ganze Erde eilt,

erwacht in dieser Nacht. Halleluja.

 

1.                Guter Gott, wir zünden ein Licht an für Menschen, die unter
         Krieg und Gewalt leiden müssen.

Schenke ihnen Frieden und lass ihre Verletzungen an Körper und Seele heilen.

Lass dein Licht leuchten in ihrem Leben.

 

2.               Guter Gott,

wir zünden ein Licht an für Menschen, die unter Armut leiden.

Schenke ihnen neue Hoffnung und lass sie Wege finden,

aus diesem Teufelkreis auszubrechen.

Lass dein Licht leuchten in ihrem Leben.

 

3.               Guter Gott

wir zünden ein Licht an für Menschen, die einsam und alleine
        sind.

Lass sie Menschen finden, die bereit sind, ihre Zeit mit ihnen zu
        teilen.
Lass dein Licht leuchten in ihrem Leben.

 

4.              Guter Gott, wir zünden ein Licht an für Menschen, die krank
         sind.

Schenke ihnen geduldige Helfer und Kraft für ihren Weg.

Lass dein Licht leuchten in ihrem Leben.

 

5.              Guter Gott, wir zünden ein Licht an für unsere Verstorbenen.

Lass sie leben in deinem Licht.

 

6.     Guter Gott, wir zünden ein Licht an für die Menschen, die uns
        am Herzen liegen.

        Still wollen wir dir sagen, worum wir bitten. ... (Stille) ...

Lass dein Licht leuchten in ihrem Leben und in unserem Leben.

 

Guter Gott,

von einem kleinen Kind, das in einem armseligen Stall geboren wurde,

geht eine Frohe Botschaft aus, die noch heute unser Herz berührt.

Jesus kommt in unsere Welt.

Von ihm sagt man: Er ist das Licht der Welt, das alle Finsternis verändern kann.

Dafür danken wir dir, durch Jesus Christus, unseren Bruder und Freund. Amen.


LIED:
(Kann zum Abschluss der Fürbitten im Kanon gesungen werden.)

Ein Licht, das sich verteilt, das um die ganze Erde eilt,

erwacht in dieser Nacht. Halleluja.


 

EINLADUNG ZUM VATER UNSER:

Jesus Christus kam als kleines Kind auf die Welt.

Er wusste, was es bedeutet, Mutter und Vater zu haben.

Für ihn war Gott wie eine gute Mutter, wie ein guter Vater.

Als die Jünger gefragt haben: „Wie sollen wir beten?“

hat er ihnen ein Gebet gegeben, das wir auch heute noch immer wieder beten:

 

Lasst uns beten, wie Jesus uns zu beten gelehrt hat: Vater unser ...

 

 

LIED: „Da hat mich etwas froh gemacht“ oder ein traditionelles Weihnachtslied

 

 

AKTION:

 

Es gibt so viele Geschichten zu Weihnachten:

Von Weihnachtsmännern und Weihnachtsfrauen,

von Weihnachtsmäusen, Elefanten, Spinnen und anderen Tieren,

von Weihnachtsbriefen und Weihnachtspaketen,

von Weihnachtsgänsen und Weihnachtspudding,

von Weihnachtssternenstaub und Weihnachtsmärchen ...

Aber die eigentlichen Weihnachtsgeschichten,

die haben uns die Evangelisten Lukas und Matthäus aufgeschrieben:

Die Geschichte vom Stern und den drei Weisen, die uns Matthäus aufgeschrieben hat,

hören wir am Tag der Erscheinung des Herrn, dem Dreikönigstag am 6. Januar.

 

Die Lukas-Geschichte haben wir heute gehört.

Aber diese Geschichte sollte nicht nur in unseren Gottesdiensten gelesen und gespielt werden.

Sie gehört in jedes Haus und in jede Familie.

Dort sollte sie am Heilig Abend vorgelesen werden.

 

Wir teilen jeder Familie einen schön gestalteten Text des Weihnachtsevangeliums aus,

den Sie mit nach Hause nehmen können und gemeinsam lesen können.

 

(Hinweis auf  www.die-weihnachtsgeschichte.com“ mit Texten, Bastelvorlagen  und Liedern für die Familien.)

 

SEGEN:

 

Es segne uns alle der Gott des Lebens und der Liebe.

Er schenkt uns in Jesus das Licht der Welt,

heute an Weihnachten und alle Tage unseres Lebens.

 

Seine Frohe Botschaft soll aufleuchten,

-        wenn wir Trost und Hilfe brauchen,

-        wenn wir nach dem richtigen Weg suchen,

-        wenn wir nicht mehr weiter wissen,

-        wenn wir nach Worte der Versöhnung ringen,

-        wenn wir die Sprache der Liebe erlernen wollen.

 

So segne uns der barmherzige und gütige Gott.

DER VATER, DER SOHN UND DER HEILIGE GEIST. Amen

LIED:    Stille Nacht oder ein anderes traditionelles Weihnachtslied

 

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Herbert Adam,

Bischöfliches Ordinariat Speyer