Mit Trommelschlag und medialer Vielfalt
Neueröffnung der Religionspädagogischen Arbeitsstelle St. Ingbert
Die Gewinner der ersten drei Preise als neue Leser/innen der RPA: Barbara Hahmann, Elke Hunsicker und Holger Weberbauer mit Domdekan Dr. Kohl, Fortbildungsleiterin Edith Klenner und RPA-Leiterin Helga Jung
St. Ingbert (13.04.2010). Rund 80 Gäste feierten am Montag in St. Ingbert die Neueröffnung der Religionspädagogischen Arbeitsstelle (RPA) in der Karl-August-Woll-Straße mit. Der große helle Raum des ehemaligen Klosters beherbergt dort, wo früher die Wohnzellen der Mönche waren, nun rund 4000 Medien. Viele neue Medien von DVDs über aktuelle Schul- und Lehrbücher aus ganz Deutschland bis zu biblischen Erzählfiguren wurden angeschafft. Ein neues nutzerfreundliches System, der Bibliothekskatalog OPAC, kann von zuhause aus genutzt werden und der Recherche dienen.
Die Musik lauter Trommelschläge führte die Besucher in die neuen Räume. Einer der neuen Schwerpunkte der RPAs der Diözese, Globalisierung und Eine-Welt, war damit zu hören - wie auch in einer aktuellen Ausstellung zu sehen und mit fair gehandelten Produkten zu schmecken. „Weltkirche und die Verantwortung religiöser Bildung im Gespräch mit anderen Religionen und Kulturen sollen durch die Arbeit der RPA spürbar sein“, betonte RPA-Leiterin Helga Jung, die gemeinsam mit Fortbildungsleiterin Edith Klenner die neue Einrichtung vorstellte. Klenner wagte den Blick zurück und nach vorne. Sie dankte den Gründermütter und -vätern Hildegund Bickelmann und Günther Siener für den Aufbau der RPA in ihrem früheren Gebäude ebenso wie dem Bischöflichen Ordinariat für die jetzige Weiterführung.
Domdekan Dr. Christoph Kohl, Hauptabteilungsleiter Schulen, Hochschulen und Bildung, lobte die religionspädagogischen Mitarbeiterinnen sowie alle an religiöser Bildung Beteiligten dafür, „dass Sie Kirche ein Gesicht geben“. Der neue Start im Saarland sei zu nutzen und in die Zukunft zu tragen. Mit einem Plädoyer für den Religionsunterricht, für religiöse Bildung in Kindergarten, Schule, Gemeinde, Katechese und Jugendarbeit betonte Kohl, wie wichtig es sei, mehr Zeiten der Stille im hektischen Alltag zu haben. Seine persönlichen Wünsche für die RPAs als Angebot der Kirche: „Ein Ort der Religion (R), der Pädagogik (P) und der Arbeit (A), vor allem ein Ort, an dem ich willkommen bin. Hier soll Zeit sein für Gespräch, Zeit zum fachlichen Austausch, ein Stück menschliche und kirchliche Begegnung.“ Als Zeichen dafür überreichte Kohl der RPA-Leiterin ein Kreuz. Pfarrer Stephan Meßner segnete, umrahmt durch die Trommelmusik, die neuen Räume, die nun auch für Arbeitskreise, Fachkonferenzen und weitere Arbeitstreffen der RPA-Kunden zur Verfügung stehen.
Die vier Religionspädagogischen Arbeitsstellen des Bistums wurden im letzten Schuljahr neu konzipiert und organisiert. Nach den Eröffnungen in Landau, Kaiserslautern und Pirmasens steht nun auch die Arbeitsstelle in St. Ingbert wieder den Nutzern offen. Das neue Konzept will Menschen und Medien näher zusammen bringen. So werden auch religionspädagogische Fortbildungsveranstaltungen vermehrt in den Räumen der Arbeitsstellen angeboten. Für die Region Speyer und Ludwigshafen steht ergänzend das religionspädagogische Angebot der Diözesanbibliothek des Priesterseminars St. German in Speyer zur Verfügung.
Religionspädagogische Arbeitsstelle St. Ingbert: Kath. Pfarrverbandsstelle St. Ingbert, Karl-August-Woll-Straße 33, 66386 St. Ingbert , Tel. 0 68 94/ 9 63 05 0, rpa-st.ingbert@bistum-speyer.de, Öffnungszeiten: Di, Mi, Do, 14 bis 17 Uhr während der Schulzeit. Leitung: Helga Jung, Realschullehrerin. Text u. Foto: Kreusch
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