Neustadt: Keine Einigung über Pfarrsitz
Gremienvertreter gaben in Mediationsgespräch Entscheidung an Bischof zurück
Neustadt (24.02.2011). Zu keiner Einigung über den Pfarrsitz in der künftigen neuen Pfarrei Neustadt kam es bei einem Vermittlungsgespräch zwischen Vertretern der Pfarreiengemeinschaften St. Marien und St. Josef am 23. Februar in Neustadt. Am Ende der Versammlung, an der Domkapitular Franz Vogelgesang als Leiter der Arbeitsgruppe Struktur im Bischöflichen Ordinariat und Gemeindereferent Andreas Werle als Mediator teilnahmen, gaben die 16 stimmberechtigten Gemeindevertreter mit großer Mehrheit die Entscheidung an Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann zurück. Sie erklärten sich dabei bereit, dessen Festlegung mitzutragen. Beim diözesanen Forum, das im vergangenen November in Speyer die Pfarreienstruktur des Bistums ab 2015 beraten hatte, war die Frage des künftigen Pfarrsitzes in Neustadt noch einmal an die Gremien vor Ort zurückverwiesen worden.
Die Argumente für St. Josef oder St. Marien als Pfarrsitz seien „in ruhiger und sachlicher Atmosphäre“ ausgetauscht und diskutiert worden, erklärte Domkapitular Vogelgesang nach dem Gespräch. Doch weder der von der Pfarreiengemeinschaft St. Josef kommende Vorschlag, die Kirche St. Marien zum Ort des regelmäßigen Gottesdienstes am Sonntag, dafür aber St Josef zum Pfarrsitz zu machen, noch der alternative Antrag, St. Marien sowohl zum Pfarrsitz als auch zum festen Gottesdienstort zu erheben, habe eine eindeutige Mehrheit erhalten. Ebenso sei auch der Vorschlag einer Vertagung der Entscheidung auf eine weitere Sitzung mehrheitlich abgelehnt worden. Die endgültige Festlegung des Pfarrsitzes durch Bischof Wiesemann wird erst nach Abschluss aller Mediationsgespräche, die bis Ende März terminiert sind, erfolgen. Text: is



