"Gemeindepastoral 2015" für vier Projektpfarreien gestartet

Auftaktveranstaltung in Kaiserslautern - Projekt läuft über vier Jahre

Vertreter der Projektpfarreien trafen sich in Kaiserslautern

Kaiserslautern (10.06.2011). Ab sofort beginnt in vier ausgewählten Projektpfarreien die Erprobung des Seelsorgekonzeptes "Gemeindepastoral 2015" des Bistums Speyer. Mit rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus "Germersheim", "Homburg 1", "Kaiserslautern 2" sowie "Queidersbach" hat das Bischöfliche Ordiniariat am Mittwochabend in Kaiserslautern die vierjährige Projektphase gestartet.

Zur Auftaktveranstaltung im Edith-Stein-Haus waren unter anderem alle Seelsorgerinnen und Seelsorger, die Vorsitzenden von Pfarrgemeinderäten und die stellvertretenden Vorsitzenden der Verwaltungsräte eingeladen. Mitarbeiter aus dem Arbeitsgruppen zum Prozess 2015 informierten die Pfarreivertreter über die ersten Schritte in der Projektphase – vordringlich ist zum Beispiel die Vorbereitung der Wahlen im November, die nach dem neuen Konzept erfolgen sollen. Nach der Wahl wird es in den Projektpfarreien somit einen Pfarreirat, einen Verwaltungsrat und mehrere Gemeindeausschüsse geben - diese Strukturen werden dann ab 2015 für das ganze Bistum eingeführt.

Bevor das geschieht, sollen viele Einzelfragen in der Praxis auf ihre Tauglichkeit getestet werden. "Wir wollen da eine lernende Organisation sein und im Miteinander Neues entwickeln", sagte Dr. Thomas Kiefer, der seitens des Bischöflichen Ordinariates Projektkoordinator ist. Beim Ausprobieren erhielten die Projektpfarreien größtmögliche Unterstützung, sicherte Kiefer zu. Im Lauf des Abends stellten sich den Pfarreiverantwortlichen die jeweiligen Zweier-Teams der Gemeindeberatung vor, die den Prozess vor Ort für mindestens zwei Jahre intensiv begleiten werden - eine Verlängerung der Begleitung ist möglich. Die Projektpfarreien werden ebenfalls in enger Vernetzung mit den jeweiligen 2015-Arbeitsgruppen arbeiten. Im Wesentlichen erfolgten bei der Startveranstaltung erste Terminabsprachen mit den Gemeindeberatern. Außerdem wurde seitens des Ordinariats die Bildung eines örtlichen Projektteams angeregt, dem auch der Leitende Pfarrer angehört.

Um den verschiedenen Situationen zwischen Land- und Stadtgemeinden in der Projektphase Rechnung zu tragen, sollen die Pfarreien im Prozess größtmögliche Entscheidungsfreiheit erhalten. Dazu gehört etwa die Gesamtzahl der Mandate im Pfarreirat, die von den Pfarreien selbst festgelegt wird. Eigenverantwortlich sollen die vier Projektpfarreien auch festlegen, was künftig als "Gemeinde" gilt und was nicht. Hierdurch können bisherige Filialgemeinden deutlich aufgewertet werden. Zugleich können heutige Pfarreien, die schon eng zusammenarbeiten, künftig unter ein gemeinsames "Gemeinde-Dach" schlüpfen, wenn es gewünscht ist. "Diese Entscheidungen sollen je nach Situation möglichst vor Ort getroffen werden", betonte Generalvikar Dr. Franz Jung. Er ermutigte die Anwesenden, sich mutig auf Neues einzulassen. Zugleich dankte er den Pfarreiverantwortlichen für die Bereitschaft, sich auf die Projektphase eingelassen zu haben. "Was Sie ausprobieren, ist sehr wichtig für das Bistum. Sie setzen etwas in Bewegung, das wir gemeinsam schaffen wollen", wandte sich Dr. Jung an die Gemeindevertreter und Seelsorger.

Die Projektphase in den vier Projektpfarreien dauert bis zu den Wahlen der pfarrlichen Gremien im Jahr 2015 - läuft also über rund vier Jahre.    Text / Foto: pilger

 

Informationen "Start der Projektpfarreien"(Powerpoint)

Informationen "Start der Projektpfarrei"(pdf)

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