Rat und Hilfe
Der Glaube an Gott und die Liebe zum Nächsten lassen sich nicht voneinander trennen. Deshalb gehört der sozial‑karitative Dienst neben Gottesdienst und Glaubensverkündigung zum Grundauftrag der Kirche. Die Diözese Speyer sucht mit einer Vielzahl von Angeboten Menschen in Notsituationen Hilfe und Rat zu geben.
Dazu gehören Einrichtungen der Altenhilfe, Wohnheime und Fördereinrichtungen für Menschen mit Behinderung und psychisch Kranke, Kinder‑ und Jugendheime, Übernachtungsheime für Nichtsesshafte, Krankenhäuser und mehr als 60 Beratungsdienste. Ein Schwerpunkt ist auch die Beratung und Hilfe für schwangere Frauen in Not und Konfliktsituationen. Gefördert wird diese Arbeit durch die "Bischöfliche Stiftung für Mutter und Kind".
Träger der karitativen Einrichtungen und Dienste sind hauptsächlich der Diözesan‑Caritasverband und verschiedene Ordensgemeinschaften, daneben die Fachverbände Malteser‑Hilfsdienst, Kreuzbund, Sozialdienst Katholischer Frauen (SKF) und Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer (SKFM). In ökumenischer Zusammenarbeit sind der Caritasverband und die Evangelische Heimstiftung Pfalz im Gemeinschaftswerk für Menschen mit Behinderung tätig.
Ökumenisch organisiert sind im Bistum auch die 37 Sozialstationen, denen in den Pfarrgemeinden die häusliche Krankenpflege obliegt, sowie die ambulante Hospizhilfe, in der 350 Frauen und Männer ehrenamtlich Todkranke auf ihrem letzten Weg begleiten. Ebenso arbeiten in der Telefonseelsorge beide Kirchen zusammen.
Einkaufen im Warenkorb Pirmasens
Um der wachsenden Armut entgegenzuwirken, betreibt der Caritasverband sechs Warenkorb‑Kaufhäuser. Menschen mit geringem Einkommen können hier gebrauchte Kleider, Möbel und Haushaltsgegenstände zu günstigen Preisen einkaufen. Zugleich erhalten Langzeitarbeitslose eine Chance, sich für die Rückkehr auf den Arbeitsmarkt zu qualifizieren.
Rund 17 000 Kinder aller Konfessionen, Nationalitäten und Hautfarben besuchen täglich die rund 250 Kindertagesstätten, die im Bistumsbereich von den katholischen Pfarreien getragen werden. Allein für diese Aufgabe stellt die Diözese jährlich 15 Millionen Euro aus Kirchensteuermitteln zur Verfügung.
